Startseite
    Diary
    Bulimie
    Anorexie
    SVV
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 


 
Links
   Meine neue Page

http://myblog.de/painforbeauty

Gratis bloggen bei
myblog.de





 

Wie entsteht die Ess-Brech-Sucht?

Die Ursachen der Krankheit sind noch nicht endgültig geklärt. Es scheint sich aber um eine Kombination von entwicklungspsychischen, soziokulturellen und neurologischen Faktoren zu handeln. Insbesondere folgende Aspekte spielen eine Rolle:

Körperschemastörungen: Der eigene Körper wird trotz Normal- oder Untergewicht als zu dick empfunden. Es fällt den betroffenen jungen Frauen schwer, eine positive, weibliche Identität zu entwickeln. Das heißt, sie fühlen sich in der Rolle als Frau nicht wirklich wohl und akzeptieren ihren Körper nicht so, wie er ist. Die eigenen Körpersignale (hungrig und satt) werden nicht wahrgenommen.

Gestörte Entwicklung der Identität, Mangel an Selbstwertgefühl und Selbstsicherheit: Die eigene Persönlichkeit wird als gespalten erlebt zwischen den Extremen "wie ich sein wil" auf der einen, "wie ich bin" auf der anderen Seite. Der Konflikt zwischen perfektionistischem Anspruch und Versagensängsten und -gefühlen führt zu großen Spannungszuständen. Diese bauen Ess-Brech-Süchtige ab, indem sie zwanghaft essen und sich dabei gleichzeitig wieder als minderwertig und eklig empfinden.

Familiäre Verhaltensmuster: Im Allgemeinen begünstigen bestimmte Familienverhältnisse Bulimie. In den Herkunftsfamilien steht häufig der Leistungsgedanke im Vordergrund, während gleichzeitig Gefühle übermäßig kontrolliert werden. Konflikte werden oft nicht offen ausgetragen, den Kindern zu wenig Unterstützung zur Bewältigung von Problemen angeboten. Manchmal scheint eine Rolle zu spielen, dass in den Familien nicht bedürfnisorientiert gegessen wird, sondern um abzulenken, zu belohnen, zu entspannen oder traditionell nur zu ganz festgelegten Zeiten. Gefährdet sind auch Menschen, in deren Familien Suchtverhalten schon vorher eine Rolle gespielt hatte.

Kulturelle Einflüsse: Kaum einlösbare Vorstellungen von perfekter Gesundheit und ein übertriebenes Schlankheitsideal sind zentrale Themen in der westlichen Gesellschaft und spielen bei der Entstehung von Bulimie eine Rolle.

Neurologische Störungen: Hier sind vor allem die das Sättigungsgefühl beeinflussenden Störungen (Störungen der Serotonin-vermittelten Signalübertragung im Gehirn) zu nennen. Bemerkenswert ist, dass die Nahrunsaufnahme im Gehirn von ähnlichen Zentren wie die sexuelle Aktivität und die Menstruation reguliert wird.

Oft beginnt die Krankheit mit einer Ernährungsumstellung, die isoliert betrachtet Sinn macht. So wird manchmal leicht übergewichtigen jungen Frauen von der Familie oder Ärzten eine Diät empfohlen. Missglücken aber eine oder mehrere Diäten und wird Essen zusätzlich auch als Spannungs- und Problemabbau erlebt, ergibt sich schnell ein Teufelskreis von Hungern, Essanfällen und Erbrechen.

23.8.06 00:47
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung